Darum vertreibt Hoxter ohne Internethändler

Um das Vertriebsmodell ohne Internethändler halten zu können, müssen alle Glieder der Kette ähnliche Werte im Geschäft vertreten: Hersteller, Vertriebspartner und natürlich der Handwerksbetrieb.

Foto: Hoxter

Seit mehr als 10 Jahren produziert und vertreibt die Firma Hoxter ihre Kamineinsätze über den Fachhandel. Und in der ganzen Periode ohne Internethändler. Kann dieses Vertriebsmodel langfristig funktionieren? Wer profitiert davon und ist dieses Model nocht zeitgemäß?    

Fakt ist: Hoxter beliefert  nur Ofenbaufachbetriebe. In den 25 Ländern Europas erfolgt der Vertrieb exklusiv durch Fachgroßhändler, welche die Hoxter-Philosophie und -Vertriebsstrategie ebenso vertreten. In Deutschland ist die Situation einfach. Der Vertrieb, alles Organisatorische und natürlich der komplette Service laufen hier zentral über die Tochtergesellschaft Hoxter GmbH im bayerischen Reichenschwand. Im Interesse der Hoxter GmbH steht der Ofenbaufachbetrieb, ihn möchte man persönlich kennen. Durch die Information des gemeinsamen Austauschs ist sichergestellt, dass man es mit fachlich kompetenten Handelspartnern zu tun hat, welche die Produkte beim Endverbraucher sachgemäß und entsprechend der Wünsche der Endkunden gestalten und verbauen. Denn soviel sei festgehalten, die individuell gebaute häusliche Feuerstelle ist ein zu schützendes Gut und durch kein Standardprodukt zu ersetzen. Und gerade jetzt, in Zeiten wo die Scheitholz verheizende Branche immer mehr in den Focus der Umweltbelastung tritt, ist es wichtig fachlich einwandfreie Anlagen zu bauen und somit negative Effekte zu vermeiden.      .

Bringt dieses Modell in der heutigen Zeit immer noch etwas? Hoxter ist überzeugt, seine Produkte sind kein Verbrauchsmaterial, das man per Mausklick im Internet direkt bestellen kann. Es handelt sich um Komponenten einer ganzen Anlage, die gut geplant und gebaut werden muss, um eine langfristige Kundenzufriedenheit zu erreichen . Durch eine fachliche Beratung schließt man unnötige Nacharbeiten und Erklärungen, sowie eventuelle spätere Diskussionen über unerfüllte Eigenschaften aus. Dadurch hat man nüchtern betrachtett, wesentlich mehr Zeit für die eigentliche Arbeit. Durch ein vor dem Onlinehandel geschütztes Produkt, hat der Fachhandel die Möglichkeit nach seinen Bedürfnissen zu kalkulieren und muss sich nicht mit Vergleichsangeboten aus dem Internet konfrontieren und rechtfertigen. Die Marge des Ofenbauers wird geschützt und man wird nicht in die Position eines reinen Monteurs manipuliert                 

Kann so ein Modell langfristig funktionieren? Ist es nicht verkehrt, sich heute von einem bestimmten Klientel abhängig machen zu lassen? Die Entscheidung, an diesem Vertriebssystem fest zu halten, hat mit dem „puren Business“ nur wenig zu tun. Viel mehr handelt es sich hier um eine Firmenphilosophie, die sich um reale und dabei nicht nur proklamierte Werte ausrichtet. Man will nicht der größte, sondern ein beliebter und vertrauensvoller Hersteller-Partner sein. Sowohl bei Ofenbauern, als auch bei Endkunden. Deshalb verzichtet man ganz bewusst auf die Einnahmen des Onlinehandels und rät allen Kaufinteressenten sich an den Handelspartner und Fachbetrieb vor Ort zu wenden. Denn nur dort kann er sachkundige Auskunft, wünschgemäße Umsetzung und eine Wartung seiner Anlage, auch nach mehreren Jahren erwarten.