Qualifikationslücken schließen – Weiterbildung im Job

Ob on- oder offline: Wer stetig lernt, bleibt im Job auf dem Laufenden. Deswegen stehen jedem Arbeitnehmer hierfür jährlich fünf bezahlte Tage Bildungsurlaub zu. Nur in Sachsen und Bayern gibt es diese Regelung leider nicht. Quelle: txn, Foto: randstad/Andrea Piacquadio/txn

Die Digitalisierung schreitet in großen Schritten voran und erfordert von vielen langjährigen Mitarbeitern nicht nur ein Umdenken, sondern auch ein Weiterlernen. Angestellte wissen dies, wie sich in aktuellen Umfragen zeigt: Laut dem Randstad Arbeitsbarometer von Januar 2020 sieht mehr als jeder zweite Arbeitnehmer Qualifikationslücken beim Thema Digitalisierung und empfindet dies – jetzt besonders in der Corona-Zeit – als drängendes Problem. Und trotzdem werden Weiterbildungsangebote noch zu selten angenommen – besonders von Geringqualifizierten. „Die Anforderungen an die Mitarbeiter steigen, weshalb regelmäßige Weiterbildungen besonders wichtig sind, um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben“, bestätigt auch Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. „Wie sich Mitarbeiter für Weiterbildungen motivieren lassen, ist ganz unterschiedlich. Denn während manche das klassische Seminar vor Ort vorziehen, lernen andere lieber digital von zu Hause aus.“ Bei vielen kommen alternative Online-Angebote besonders gut an, etwa wenn Lerninhalte auf Basis von interaktiven Computerspielen vermittelt werden und Arbeitsschritte via digitaler Simulation direkt erlebt werden können. Was viele nicht wissen: Mit Ausnahme von Bayern und Sachsen ist in allen Bundesländern gesetzlich festgelegt, dass Arbeitnehmern im Schnitt fünf bezahlte Bildungstage im Jahr zustehen. Diese können für Fort- und Weiterbildungen genutzt werden – ganz gleich, ob sie im direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Beruf stehen. Über die geltenden Sonderregeln für Auszubildende und Beamte informiert der Betriebsrat, der Berufsverband oder die Gewerkschaft. Quelle: txn