Galt bisher ein CO2-Reduktionsziel von 40 Prozent, so soll der CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 nun um 55 Prozent reduziert werden. Ein solch ambitioniertes Ziel sei ohne den Einsatz der erneuerbaren und CO2-neutralen Ressource Holz nicht erreichbar. Holzenergie erzeuge 65 Prozent der erneuerbaren Energie im Wärmemarkt, was ungefähr der Gesamten in Deutschland produzierten Windenergie entspreche.
Auch auf den aktuellen Waldschadensbericht, den Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner jüngst präsentierte, nahmen die Referenten Bezug. Die zunehmenden Schäden im Wald sprächen nicht gegen eine nachhaltige Forstwirtschaft, wie sie in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben sei, so Wodtke. Mit 11 Millionen Hektar sei ein Drittel der Fläche Deutschlands von Wald bedeckt und der Holzbestand wachse jedes Jahr um ein bis drei Prozent. Als Energieholz finde ohnehin nur Waldrest- und Schadholz Verwendung, das für eine stoffliche Nutzung ungeeignet sei. Es würden keine gesunden Bäume abgeholzt, nur um Brennstoff zu gewinnen.
Durch einen hohen Aufwand an Forschung und Entwicklung sei es mittlerweile gelungen, den Wirkungsgrad von Holzheizungen von 35 Prozent auf mittlerweile 85 Prozent bei modernen Modellen zu erhöhen und zugleich den Feinstaubausstoß um 90 Prozent zu reduzieren. Hieraus leiteten die Referenten die Forderung an die Politik ab, sich für den Austausch veralteter Holzheizungen stark zu machen. Weiterhin müsse darauf hingewirktwerden, dass Neubauten mit einem Schornstein versehen würden, um in zunehmendem Maße fossile Heizträger durch den erneuerbaren Rohstoff Holz zu substituieren.
Die Initiative Holzwärme wird von neun Verbänden und Institutionen aus dem Bereich der Holzenergie und der Holzwärme getragen. Die Schirmherrschaft inne hat Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Die Initiative Holzwärme beteiligt sich am energiepolitischen Diskurs über den Beitrag der nachhaltigen und heimischen Ressource Holz und deren Beitrag zum Klimaschutz. Link zur Broschüre: